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Berufseintritt immer später
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Junge Menschen starten immer später ins Berufsleben
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Wiesbaden (ots) - Ein verändertes Bildungsverhalten und fehlende
Beschäftigungsmöglichkeiten haben zu einem Rückgang der
Erwerbstätigenquoten jüngerer Menschen geführt, der Start in das
Berufsleben findet immer später statt. Wie das Statistische Bundesamt
zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August mitteilt, ist in
Deutschland der Anteil der Erwerbstätigen unter den jungen Menschen
im Alter von 15 bis 29 Jahren von April 1991 bis Mai 2003 deutlich
von 63% auf 48% gesunken. Bei den 15- bis 19-Jährigen fiel die
Erwerbstätigenquote in diesem Zeitraum um 12 Prozentpunkte (auf 23%)
und bei den 20- bis 24-Jährigen um 15 Prozentpunkte (auf 55%). Das
zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen
Haushaltsbefragung Europas.
Ein drastischer Rückgang der Erwerbstätigenquote ist insbesondere
bei den jungen Menschen in den neuen Ländern und Berlin-Ost zu
beobachten. Von April 1991 bis Mai 2003 hat sie sich von 70% auf 47%
verringert. Bei den 15- bis 19-Jährigen sank die Erwerbstätigenquote
im Osten Deutschlands dabei um 16 Prozentpunkte, bei den 20- bis 24-
Jährigen um 19 Prozentpunkte und bei den 25- bis 29-Jährigen gar um
21 Prozentpunkte. Erwerbstätige Schüler und Studenten sind in den
genannten Erwerbstätigenquoten nicht berücksichtigt.
Die abnehmende Beteiligung der jüngeren Generation am Erwerbsleben
geht einher mit längeren Ausbildungszeiten: Zwischen April 1991 und
Mai 2003 stieg der Anteil der Schüler und Studenten in der
Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen bundesweit von 26% auf 39%; in
den neuen Ländern und Berlin-Ost war die Zunahme stärker (+ 20
Prozentpunkte) als im früheren Bundesgebiet (+ 11 Prozentpunkte).
Ursache für die rückläufigen Erwerbstätigenquoten der jungen Menschen
sind zudem fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten für diese
Personengruppe: So ist die Erwerbslosenquote der im Osten
Deutschlands lebenden 15- bis 29-Jährigen gegenüber April 1991 von
9,9% auf 16,4% gestiegen; im Westen erhöhte sich die entsprechende
Quote von 3,6% auf 9,6%.
Quelle: Statistisches Bundesamt, 09.08.2004
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