Mit der Gleichstellung der Frauen im Berufsleben sieht es immer noch düster aus. Auf europäischer Ebene verdienen weibliche Arbeitnehmer in Deutschland am schlechtesten im Vergleich zu ihren
männlichen Kollegen: Im privaten Sektor erhalten sie nur 73 Prozent, im öffentlichen Sektor 77 Prozent des Gehalts der Männer.
Bei unseren österreichischen Nachbarn sieht es kaum besser aus: Hier liegen die Verdienste der Frauen in der Privatwirtschaft bei 76 Prozent, in Portugal und Griechenland
bei immerhin 79 Prozent.
Eine Ausnahme bildet der öffentliche Sektor in Portugal, wo die Verdienste von Frauen 108 Prozent der Verdienste ihrer männlichen Kollegen betrugen, sowie Italien (101
Prozent) und Dänemark (97 Prozent), wo das Verhältnis nahezu ausgeglichen war.
Zudem sind EU-weit immer noch Frauen in den Führungsetagen unterrepräsentiert. So waren im Jahr 2000 EU-weit insgesamt 10,1 Prozent der erwerbstätigen Männer in einer
Führungsposition, während es nur 5,7 Prozent aller erwerbstätigen Frauen waren. In Deutschland lag dieser Wert bei 6,4 Prozent der Männer und bei nur 3,0 Prozent der Frauen.
Die Ergebnisse gehen auf eine aktuelle Studie des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg EUROSTAT zurück. Sie trägt den Titel "Das Leben
von Frauen und Männern in Europa".
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